Eine MPU wegen Straftaten ist für viele Betroffene eine besonders belastende Erfahrung. Anders als bei Alkohol oder Drogen steht hier nicht der Konsum im Mittelpunkt, sondern das Verhalten selbst – meist im Straßenverkehr, aber manchmal auch außerhalb davon. In diesem Beitrag erfährst du, wann eine MPU aufgrund von Straftaten angeordnet wird, welche rechtlichen Grundlagen gelten, welche Folgen drohen und wie du dich optimal vorbereiten kannst.
Was bedeutet eine MPU wegen Straftaten?
Die Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU) wird in Deutschland immer dann angeordnet, wenn Zweifel an der Fahreignung bestehen. Bei Straftaten geht es vor allem um die Frage, ob das Verhalten eines Fahrers oder einer Fahrerin auf eine dauerhafte Gefährdung hinweist. Ziel der Untersuchung ist es zu prüfen, ob künftig ein verantwortungsvoller Umgang mit den Regeln des Straßenverkehrs möglich ist.
Gründe für eine MPU wegen Straftaten
Nicht jede Straftat führt automatisch zu einer MPU. Es gibt jedoch bestimmte Delikte, die regelmäßig eine Überprüfung nach sich ziehen:

- Fahrerflucht (unerlaubtes Entfernen vom Unfallort).
- Körperverletzung oder Nötigung im Straßenverkehr.
- Raserei und illegale Autorennen.
- Fahren ohne Fahrerlaubnis oder trotz Fahrverbot.
- Wiederholte Aggressionen oder Bedrohungen im Straßenverkehr.
- Schwere Straftaten außerhalb des Straßenverkehrs, wenn sie Zweifel an der charakterlichen Eignung zum Führen eines Fahrzeugs wecken.
Die Behörden entscheiden im Einzelfall, ob eine MPU angeordnet wird. Sobald Zweifel an der charakterlichen Eignung bestehen, ist die Untersuchung die logische Konsequenz.
Rechtliche Grundlagen bei Straftaten
Straftaten, die die Fahreignung infrage stellen, sind im Strafgesetzbuch (StGB) und in der Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV) geregelt. Die Führerscheinstelle kann eine MPU anordnen, wenn:
- eine erhebliche Straftat mit Bezug zum Straßenverkehr vorliegt,
- wiederholt Verstöße oder Aggressionen im Verkehr auffallen,
- oder schwere Delikte auch außerhalb des Verkehrs Zweifel an der persönlichen Zuverlässigkeit wecken.
Die rechtliche Grundlage ist dabei eindeutig: Wer durch Straftaten zeigt, dass er andere gefährdet, muss seine Fahreignung nachweisen.
Folgen einer MPU wegen Straftaten
- Führerscheinentzug – oft schon vor der MPU wird die Fahrerlaubnis entzogen.
- Hohe Kosten – in der Regel zwischen 1.500 und 3.000 €, abhängig von Gutachten und Vorbereitung.
- Psychologische Auseinandersetzung – du musst glaubhaft zeigen, dass du Ursachen erkannt und dein Verhalten dauerhaft geändert hast.
- Strenge Prüfung – der Gutachter erwartet Einsicht, Verantwortungsbewusstsein und konkrete Strategien, wie du ähnliche Taten künftig vermeidest.
Die MPU ist keine reine Formalität. Sie ist ein entscheidender Schritt, um die Fahreignung wiederzuerlangen und Vertrauen bei den Behörden aufzubauen.
MPU wegen Straftaten: Statistik & Häufigkeit

Etwa 20 % aller MPU-Fälle in Deutschland beruhen auf Straftaten. Besonders häufig betroffen sind Fahrer, die wegen aggressiven Verhaltens oder gefährlicher Eingriffe in den Straßenverkehr auffällig geworden sind. Aber auch Straftaten ohne direkten Verkehrsbezug können eine MPU nach sich ziehen, wenn sie Zweifel an der charakterlichen Eignung begründen.
Vorbereitung auf die MPU wegen Straftaten
Eine MPU Straftaten Vorbereitung ist entscheidend, um die Untersuchung erfolgreich zu bestehen. Dabei geht es nicht nur darum, Wissen über das Verfahren zu erlangen, sondern echte Verhaltensänderungen glaubhaft zu zeigen:
- Reflexion der eigenen Taten und deren Ursachen,
- Entwicklung neuer Strategien für Konflikt- und Stresssituationen,
- praktische Übungen für das psychologische Gespräch,
- Unterstützung bei Nachweisen und Dokumentationen,
- flexible Vorbereitung – individuell, online oder vor Ort.
Viele Betroffene nutzen eine kostenlose Erstberatung, um zu erfahren, welche Schritte in ihrem Fall sinnvoll sind und wie die Chancen auf ein positives Gutachten steigen.
Häufige Fragen zur MPU wegen Straftaten
Eine MPU wird angeordnet, wenn Straftaten Zweifel an der Fahreignung wecken. Dazu gehören Fahrerflucht, Körperverletzung, Nötigung, illegale Autorennen oder auch schwere Delikte außerhalb des Straßenverkehrs.
Besonders häufig sind Fahrerflucht, Körperverletzung, Nötigung, Bedrohungen, Fahren ohne Fahrerlaubnis sowie aggressives Verhalten im Straßenverkehr.
Der Gutachter bewertet, ob du deine Taten reflektiert hast, die Ursachen kennst und ob glaubwürdige Verhaltensänderungen vorliegen. Einsicht und konkrete Strategien zur Vermeidung künftiger Verstöße sind entscheidend.
Die Gesamtkosten liegen in der Regel zwischen 1.500 und 3.000 €. Dazu zählen das Gutachten, mögliche Aufbauseminare, Abstinenznachweise sowie eine professionelle Vorbereitung.
Beginne früh mit der Vorbereitung, reflektiere ehrlich deine Taten, entwickle neue Verhaltensstrategien und nutze professionelle Hilfe wie eine MPU Straftaten Vorbereitung.
Fazit: MPU wegen Straftaten nicht unterschätzen
Eine MPU wegen Straftaten ist keine Formalität, sondern eine tiefgehende Prüfung deiner charakterlichen Eignung. Wer sich frühzeitig vorbereitet, Ursachen aufarbeitet und professionelle Unterstützung nutzt, hat deutlich bessere Chancen auf ein positives Gutachten. Hier findest du alle Infos zur MPU Straftaten Vorbereitung.








