PEth entsteht nur, wenn Ethanol im Körper vorhanden ist und gilt daher als direkter Alkoholmarker. Er wird aus Kapillar- oder Vollblut bestimmt und eignet sich, um jüngsten Konsum objektiv zu belegen oder eine Abstinenz plausibel zu machen.
Nachweisfenster und Grenzwerte
- Nachweiszeitraum: in der Praxis etwa 2–4 Wochen (Richtwert ≈ 3 Wochen), abhängig von Konsummenge und individueller Kinetik.
- Cut-off: < 20 ng/ml wird üblicherweise als vereinbar mit Abstinenz gewertet; höhere Konzentrationen weisen auf zurückliegenden Alkoholkonsum hin.
- Verlauf: Reihenmessungen erhöhen die Aussagekraft gegenüber Einzelwerten.
Vorteile und Grenzen
- Vorteile: hohe Spezifität als Direktmarker, wenig beeinflusst von Leberenzymen oder Einzeltagen.
- Grenzen: labor- und methodenabhängige Referenzbereiche; Bewertung stets im Gesamtkontext mit Anamnese und Verhalten.
Praxis-Hinweise
- Konstanz der Methode: möglichst dasselbe Labor für Verlaufsreihen nutzen.
- Dokumentation: Probenahmezeitpunkt, Medikation und relevante Faktoren festhalten.
- Kombination: je nach Fragestellung sinnvoll mit weiteren Parametern (z. B. EtG, CDT) betrachten.
Fazit: PEth bietet eine belastbare, zeitnahe Abbildung des Trinkverhaltens über mehrere Wochen und ist daher ein wichtiger Baustein bei der Beurteilung von Abstinenz oder kontrollierter Veränderung.
Hinweis: Konkrete Grenz- und Referenzwerte können je nach Labor variieren; diese Informationen ersetzen keine medizinische Beratung.




