Die MFU-Kriterien definieren den fachlichen Mindestumfang der medizinischen Fahreignungsuntersuchung. Sie stellen sicher, dass gesundheitliche Risiken systematisch erfasst, nachvollziehbar dokumentiert und nach einheitlichen Qualitätsmaßstäben bewertet werden.
Bausteine der MFU
- Anamnese: strukturierte Erhebung von Vorerkrankungen, Medikation, Konsumverhalten, Unfällen und aktuellen Beschwerden.
- Labor/Diagnostik: zielgerichtete Parameter inkl. ggf. toxikologischer Tests; methodengerecht und mit dokumentierter Messunsicherheit.
- Körperlicher Befund: orientierende Untersuchung mit Schwerpunkt auf verkehrsrelevanten Funktionen (z. B. Herz-Kreislauf, Neurostatus, Seh-/Hörhinweise).
Qualität und Dokumentation
- Nachvollziehbarkeit: vollständige, prüffähige Befunddokumentation.
- Methodenstandard: validierte Verfahren, definierte Referenzbereiche und klare Befundkriterien.
- Schnittstelle zur Beurteilung: medizinische Ergebnisse werden verständlich für die interdisziplinäre Bewertung aufbereitet.
Nutzen der MFU-Kriterien
- Vergleichbarkeit: einheitliche Vorgehensweise über Stellen und Fälle hinweg.
- Rechtssicherheit: klare Mindestanforderungen und feste Prozessschritte.
- Transparenz: schlüssige Grundlage für die Eignungsbeurteilung.
Fazit: Die MFU-Kriterien schaffen einen klaren Rahmen für eine sorgfältige, qualitätsgesicherte medizinische Untersuchung – als belastbare Basis der Fahreignungsbewertung.
Hinweis: Umfang und Parameter richten sich nach Fragestellung und Einzelfall; diese Darstellung ersetzt keine medizinische Beratung.




