CDT (Carbohydrate Deficient Transferrin) ist ein laborchemischer Parameter zur Einschätzung von regelmäßig erhöhtem Alkoholkonsum. Er bildet Veränderungen der Glykosylierung des Transportproteins Transferrin ab und eignet sich aufgrund seines Nachweisfensters von etwa 14 Tagen als Langzeitindikator.
Interpretation von CDT-Werten
- Referenzbereich: meist < 2,6 %
- Hinweis auf chronischen Konsum: Werte ≥ 2,6 % sprechen häufig für regelmäßige Alkoholaufnahme
- Trendbewertung: Verlaufskontrollen (z. B. im Abstand von Wochen) erhöhen die Aussagekraft
Vorteile und Grenzen
- Vorteile: relativ stabiler Marker, weniger von Einzeltrinkereignissen abhängig als Kurzzeitparameter
- Grenzen: mögliche Einflüsse durch Lebererkrankungen, seltene genetische Varianten oder Schwangerschaft; stets im Gesamtkontext bewerten
Bedeutung im Rahmen der Fahreignung
CDT kann als Bestandteil toxikologischer Befunde herangezogen werden, um Trinkmuster zu objektivieren. Einzelwerte sind jedoch nicht allein entscheidend; die Beurteilung erfolgt im Zusammenspiel mit Anamnese, Verhalten, weiteren Laborparametern (z. B. GGT, EtG, PEth) und nachvollziehbaren Veränderungen im Alltag.
Praktische Hinweise
- Konstanz: für Verlaufskontrollen möglichst gleiche Labormethode nutzen
- Dokumentation: Befunde geordnet aufbewahren und nachvollziehbar erläutern können
- Lebensstil: konsequente Reduktion oder Abstinenz spiegelt sich mit Verzögerung im CDT wider
Hinweis: Referenzbereiche können je nach Labor und Methode variieren; die fachliche Bewertung erfolgt stets fallbezogen.




